2022-02-07 Reserva Natural do Paul do Boquilobo

Nach dem Müßiggang folgt heut Action!

Eine kleine Wanderung (7km) durch das nahegelegene Naturschutzgebiet bietet Abwechslung.
Das Naturschutzgebiet mit einigen Sumpfwiesen bietet eine Reihe von Vogelarten, unter ihnen auch eine Menge Störche, die Möglichkeit zur Nahrungssuche.

Die Natur scheint langsam aus dem Winterschlaf zu erwachen und unterschiedliche Insekten labt sich am blühenden Ginster, Mimosen oder anderen Wildblumen.

Es ist kaum zu glauben, denn Land und Bäche scheinen ausgetrocknet oder haben einen Wassertiefstand erreicht.

Bei unserer Freude über das schon wochenlang andauernde Sonnenwetter, schleicht sich langsam ein schlechtes Gewissen ein, denn die Natur dürstet nach Regen.

Nach der Rückkehr auf dem Campingplatz gibt es Café und die herrlichen portugiesischen Kekse sowie Pastel Nata 😋.

Sofort ist auch unser kleiner Freund wieder zu Stelle und schaut, ob es Krümel zu ergattern gibt.

2022-02-06 Meditativ

Ein kleiner Abstecher nach Torres Novas oder ein Essen im Café Central, ein paar Meter vom Campingplatz entfernt, das sind aktuell die Ereignisse, die die Ruhe unterbrechen, mein tägliches Yoga oder Body Balance ausgenommen.
Die beiden letzten Tage war der Himmel bewölkt und dann merkt man schon, dass es erst Februar ist. Inzwischen strahlt die Sonne wieder mit gewohnter Intensität.

Jeder hat hier auf dem Platz seinen Rhythmus und es scheint, als könnte man fast die Uhr danach stellen. Es ist ja auch nicht schwer, denn aktuell sind wir nur zu viert. Gestern gab es hier eine kleine Aufregung, denn der Belgier, der mit zwei wirklich kleinen Hinden hier schon geraume Zeit steht, hat gewagt ohne seine Hunde das Auto zu verlassen. Da wußte sich der eine, der beiden Hunde aber zu helfen und bekundete seinen Unmut, indem er sich so lange auf die Hupe legte, bis Herrchen wieder da war. Der ganze Platz war in Aufruhr und gefühlt dauerte das Dauerhupen eine Stunde.😬

2022-02-03 Carlos Relvas

Bei unserem Rundgang in dem überschaubaren Golegā, treffen wir auf ein äußerst imposantes Haus. Google gibt schnell Aufklärung über einen äußerst talentierten Mann, dessen Geburtsort und Schaffensraum hier zu verorten ist.

Carlos Relvas, 1838-1894, geboren im Outeira Palace in Golegā. Seine wohlhabende Familie lässt ihn in Sprachen und Kunst unterrichten. Der Landbesitz und der damit verbundene Reichtum seiner Familie, ermöglicht es ihm frühzeitig, sich mit der neuen Alternative zur Malerei, der Photografie, zu beschäftigen. Er gilt als Pionier der Fotografie in Portugal. Sein Talent wird ihm im Laufe seines Lebens viele Auszeichungen einbringen.

Spektakulär ist allerdings das Fotoatelier, dass er eigens für seine Profession erbauen lässt und zu dem er ebenfalls die Vorlage erstellt.
Heute gibt es die Möglichkeit dieses einmalige Haus zu besichtigen. Aktuell kommen kaum Interessent*innen und so kommen wir für 1,89€ pro Person (Seniorenrabatt) in den Genuss einer 45 Minütigen Exklusivführung. Leider darf man im Haus nicht fotografieren.

Ausgestellt sind Exponate, der von Carlos Relvas genutzten, frühen Fotografietechnik, das Fotografieren auf einen Glasträger.

Ein 20 Minütiges Video stellt seine Familie, aber auch seine vielfältigen Fähigkeiten (exzellenter Reiter und Stierkämpfer sowie ein Fotograf mit dem gewissen Auge für Personen, Landschaften etc.)dar.

Die Konstruktion des Hauses ist atemberaubend. In den oberen, lichtdurchfluteten Saal führt eine aus Walnussholz gefertigte Wendeltreppe, ein richtiger Hingucker, bezogen auf die feine Bearbeitung des Holzes. Im Untergeschoss treffen wir auf einen Tunnel, der bis zu einem Hotel führt, ehemals aber für eine Inszenierung der weltbekannten Pferde Messe diente. Das Pferd wurde durch den Gang an die Oberfläche geführt. Unser Führer meint, dass die Portugiesen die Romantik lieben.


Carlos Relvas


https://www.cm-golega.pt/casa-relvas

2022-02-02 Parque de Campismo Golegā

Ein Campingplatz mit Anschluss.

Aktuell stehen hier ein Paar aus Hannover, ein Schweizer, ein niederländisches Paar und ein portugisiescher Camper. Da bleibt es nicht aus, dass man sich im Auge hat. Die Hannoveraner haben sich schon gewundert, warum wir mit dem Solarpanel herumhantieren, da der Strom pro Tag doch nur 60 Cent kostet 😊.

Nun sind auch wir an den Strom angeschlossen.

Der Ort an sich ist leider nicht so spannend und zum Erlaufen halten sich die Möglichkeiten in Grenzen, aber der Campingplatz ist wirklich ein Ort zum Entschläunigen – um diese tolle Wort auch mal benutzt zu haben.

Somit hielt sich unsere heutige Ortsbesichtigung in Grenzen. Ein Phänomen in den portugiesischen Orten sind die großen China-Märkte. Dort gibt es wirklich alles, Dinge, die man gar nicht glaubt, dass es sie gibt.

Leider haben heute die Cafés zu und wir sind schon auf dem Rückweg, als uns über einem Eingang Mercado auffällt und wir einen wunderschönen Innenhof mit kleinen Geschäften und einem niedliche Café entdecken.

2021-01-31 Dusche 💆🏻‍♀️

Um einmal wieder ausgiebig duschen zu können, verlassen wir heute Tomar 😢.

Der niedrigen Status der Stand-Batterie und dem daraus resultierenden Verzicht auf die Nutzung der Heizung,(die braucht neben Gas auch Leistungen der Stand -Batterie) machen wir einen Abstecher nach Agroal.
Endlich ist es, nach der kalten Nacht, schön mollig und wir frühstücken erstmal, bevor die Sehenswürdikeiten von Agroal erlaufen.

Hier gibt es einen netten Holzwanderweg entlang eines kleinen Flusses und ein, vom Fuss abgetrenntes Naturschwimmbad.

Da ja heute noch duschen auf dem Plan steht, fahren wir zu einer Quinta, die einige wenige Stellplätze anbietet. Es scheint ein Aussteigerprojekt mit Selbstversorgung zu sein. Um uns herum schnattert und kräht es nur so und die männlichen Puten sind auch nicht gut aufeinander zu sprechen.

Die Dusche möchte ich ungern nutzen und so fahren wir 20 Minuten weiter, in die Kleinstadt Golegā und zwar auf den kommunalen Campingplatz.

Eine gute Entscheidung, denn für 4,46€ (es gibt Prozente) finden wir einen tollen Stellplatz mit sauberen Sanitäranlagen vor. Ich bin begeistert!

Golegā ist bekannt für die Stier- und Pferdezucht. Die Kleinstadt galt als wichtiger strategischer Ort zu Zeiten der Tempelritter.

2021-01-30 still there

Tomar hat es uns angetan und so sind wir immer noch hier.

Gestern verlief der Tag ein bisschen ungewöhnlich. Mein Mitreisender hatte mehrere Stunden Support mit Berlin. Der Standbatterie gefiel das gar nicht und so und verabschiedete sie sich am frühen Abend. Das bedeutete, alles zusammenpacken und fahren, damit der nächtliche Strom für die technischen Geräte (und somit auch das Abendprogramm) sowie die Heizung gesichert waren.

Zudem bot sich an, das Praktische mit dem Nützlichen zu verbinden – Einkauf, Gas tanken und den WLAN Zugang für die nächsten Tage sichern.

Eine latente Angst schwang bei dieser Aktion mit. Würden wir unseren schönen und inzwischen gewohnten Stellplatz im WOMO Park wiederbekommen? Den ganzen Tag über waren eine Reihe von WOMOs gekommen und hatten nach Plätzen Ausschau gehalten.

WIR HATTEN GLÜCK – als wir bei Dunkeln wieder eintrafen, war unser Platz unbesetzt und die Freude groß!😎

Ein Highlight gab es dann gestern auch noch. Ich konnte an meinem Online- Sport – Termin teilnehmen. Hat alles super geklappt, nur der fehlende Großbildschrim und das Agieren mit Kopfhörern war ein bisschen gewöhnungsbedürftig.

Heute ist Bewegung angesagt! Und so erlaufen wir erstmal den Park unterhalb des Festungsklosters, um anschließend von den hohen Wehrmauern den prominenten Blick auf die Stadt sowie die Festung zu genießen.

2022-01-26 Tomar

Wir sind nun wieder ins Innland gefahren,(ungefähr 100km westlich von Lissabon), in der Hoffnung, dass sich hier nicht so viel Touristen einfinden.

Die Stadt Tomar stellt den Campern einen kostenlosen Stellplatz in einem parkähnlichem Gelände zur Verfügung – sehr großzügig. So ca. 20 WoMo aller Nationalitäten verteilen sich in dem grünen Gelände. Am Eingang wurde ein Corona Testcenter eingerichtet und so finden sich tagsüber etliche Portugiesen zum Test ein.

TOMAR – Im Jahr 1147 eroberte der erste König von Portugal Alfonso das Gebiet von den Mauren zurück und übergab es dem Templerorden. Gualdim Pais, der berühmte Meister des Templerordens gründete Tomar 1160.

Mit der Auflösung des Templerordens übergab König Dinis 1312 dem portugiesischen Christusorden, dem Nachfolger der Templer, die Stadt. Schon zu dieser Zeit gab es eine jüdische Gemeinschaft, die einen großen Zuwachs erführ, nachdem die Juden 1492 aus Kastilien ausgewiesen wurden.

Bekannt ist die Stadt durch das Christuskloster “ Convento de Christo“ 1162, das zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

2022-01-23 wie gehabt

Eigentlich war für heute geplant, wieder mehr ins Landesinnere zu fahren, da der Stellplatz sich langsam, aber sicher füllt. Sogar „ dicke Schiffe“, die mal so knapp eine halbe Million kosten und sogar Platz für ein Beifahrzeug bieten, stehen nun hier.

Man beachte hinten im Bild das anthrazitfarbene Auto oder besser Bus

Für das Waschen der Wäsche ist hier auch gesorgt!


Jedenfalls gefällt uns der Ozean und der Stellplatz so gut, dass wir auch noch zwei Nächte hierbleiben.

Leider ist unser Gas aufgebraucht und Lebensmittel sind auch wieder fällig. Also, auf zum nächsten Supermarkt. Schnell ist alles erledigt und leider finden auch die Kekse mit Suchtcharakter wieder ihren Weg in den Einkaufswagen 😳.

Seeeeeeehr 🤤

Ein Strandspaziergang in herrlicher Luft darf nicht fehlen. Wie man sieht, genießen auch die Möwen sowie die kleinen Strandläufer das grandiose Wetter, ohne sich von den Touristen stören zu lassen.

2022-01-22 Stellplatz Vaga Splash

Gerade einen tollen Spaziergang am Atlantik gemacht und ein bei schöner Musik in einem netten Café die Sonne genossen.

Ich könnte Stunden am Meer langlaufen und mir die Muscheln begucken. Eine Möglichkeit, Zeit und Raum zu verlieren.
Am Ende des Spaziergangs finde ich dann auch noch ein tolles Exemplar.

Muss mich allerdings bei dieser Tour ein bisschen mit dem Sammeln begrenzen, denn zu Hause steht schon eine große Schale mit ausgewählten Muscheln.

2022-01-21Tschüss Douro Tal

Nach einer Nacht auf einem Stellplatz nahe Souselo, verlassen wir das Douro Tal in Richtung Atlantik.

Nach einigem Suchen finden wir einen Stellplatz direkt am Meer. Die Sonne scheint kräftig, aber der Wind legt eine steife Brise an den Tag. Heute gibt es mal wieder zur Abwechslung eine Strandwanderung.

Die Azulejo Kacheln

Sie schmücken viele Hauswände oder auch Innenräume von Palästen etc. Und sind ein Relikt der maurischen Herrschaft von Teilen der Iberischen Halbinsel.
Im 16. Jahrhundert stießen die Künstler auf die neue europäische Majolika Technik, die sie für die Darstellung ganzer Szenen nutzten.