2022-11-04 Region Castello Léon

In San Sebastian hatten wir noch einen herrlich sonnigen Tag. Neben der Suche nach einer SIM Karte von Simyo, die ohne Erfolg blieb, war das Bummeln durch die Altstadt ein Genuss. Diese Stadt hat wirklich Charme und eine ganz sympathische Atmosphäre.

Leider musste nun endlich eine SIM Karte her und auf ging es Richtung Pamplona.

Die Fahrt führte über hohe Berge und wie man sieht, verschlechterte sich das Wetter zusehends. Abends gab es dann noch Starkregen, aber endlich eine Simyo Karte.

Der Regen hatte ebenfalls kühle Temperaturen im Gepäck und so machten wir uns auf in Richtung Galizien.
Die Nacht verbringen wir in Burgos auf einem für Camper zugelassenen Parkplatz.

Der letzte freie Platz ist unser. Hauptsächlich stehen hier Spanier, Franzosen und Niederländer.

Burgos eröffnet uns erst auf den zweiten Blick seine interessante Seite, bspw. seine altstädtische Flaniermeile, wunderschöne Parkanlagen mit Skulpturen und die Catedral de Maria.

2022-11-02 Hola España

So, nun haben wir die Grenze überquert und sind auf der Suche nach einer Simyo SIM Karte 🙄

Heute Morgen gab es noch einen schönen Spaziergang am Strand und angrenzendem Wald. Sonne, gute Luft 🌊☀️- einfach herrlich.

Einige Impressionen :

Inzwischen sind wir in San Sebastian und haben einen Platz direkt am Meer. Den werden wir morgen noch einmal gründlich erkunden.


2022-10-31 Pause von der Kultur

Heute wird es die dritte Nacht auf dem Campingplatz mit Camping Card in Saint Médard de Guizières.
Es hat zwar einige Telefonate erfordert, bis wir an die Karte gekommen sind, die es ermöglicht auf und vom Platz zu fahren. Abholen mussten wir sie sogar 10 km weiter bei einem Platz, dessen Kartenausgabe noch nicht leer war.

Nun stehen wir hier am Fluss Isle unter Bäumen und jeder von uns geht seiner Beschäftigung nach.

Morgen geht es in Richtung Spanien, denn unser französisches Datenvolumen neigt sich dem Ende und somit auch unser Aufenthalt hier in Frankreich.

2022-10-29 Michel de Montagne

Nur 30km von Begerac treffen wir auf das Schloss Montagne, der Geburtsort von Michel Montagne bzw. Eyquem 1533-1592. Im Laufe seines Lebens passt er seinen Namen, dem väterlicherseits geerbten Schlossnamen, an.

Sein Leben und Wirken wird an diesem Ort stattfinden.

Michel de Montagne

Michel Montagne, Jurist, Philosoph Skeptiker und Humanist gilt als Begründer der Essayistik. Mit 38 Jahren gibt er den Ratsvorsitz im Parlament von Bordeaux auf und konzentriert sich ausschließlich auf die Selbsterforschung. Der Ort, der ihm diese Zentrierung ermöglicht, sind die Räume im Turm des Schlosses, die niemand anderes betreten darf. Aber Denken braucht auch Bewegung und die holt er sich durch lange Reitausflüge in die Wälder und Wiesen um Bordeaux. Denn das Reiten ist zeitlebens seine große Leidenschaft.

In seiner letzten Lebenshälfte unternimmt er eine Reise per Pferd nach Rom und bereist so Frankreich Deutschland und Italien. Letztlich muss er diese Reise abbrechen, da er in Abwesenheit zum Bürgermeister von Bordeaux berufen wird.

„1572 beginnt Montaigne mit der Niederschrift des ersten Buchs der “Essais”.

https://assets.deutschlandfunk.de/FILE_a03a50744e5ef2343c6037db426fd249/original.pdf

Der Katholik Michel de Montagne erlebt hautnah die blutigen Kämpfe zwischen Katholiken und protestantischen Hugenotten, die ihren Höhepunkt in der Pariser “Bluthochzeit“ 1562-1598 findet (Hochzeit zwischen der Schwester des Königs und dem Hugenotten Heinrich von Navarra). Was eine Versöhnung der beiden Lager sein könnte, eskaliert aufgrund eines Anschlages auf einen hochrangigen Hugenotten und die Positionierung von König Karl dem IX zur katholischen Seite, zu einem Gemetzel. Opfer sind die Hugenotten.

Michel de Montagne plädiert zeitlebens für eine Würdigung aller Argumente bei differierenden Positioen. Es bildet sich eine dritte Partei heraus, die Politik.

Ich lasse mich in meinen Beziehungen zu den Großen von keinerlei Leidenschaft treiben, von Haß sowenig wie von Liebe, und mein Wille ist weder durch erlittene Kränkungen noch durch mir erwiesene Dienste geknebelt. Ich betrachte unsere Könige mit einer lediglich von Gesetzestreue und Bürgerpflicht bestimmten Anhänglichkeit, die meine Privatinteressen nicht mehren und nicht mindern – und dazu beglückwünsche ich mich. Auch die gerechte Sache beschäftigt mich nur in Maßen, ohne jeden Überschwang. Gegen Bindungen und Verpflichtungen, die sich unseres Innern bemächtigen wollen, bin ich gefeit. Zorn und Haß liegen jenseits dessen, was der Gerechtigkeitssinn uns auferlegt. Ich könnte im Notfall wahrhaftig – und ich scheue mich nicht, es zu gestehn – ohne Bedenken dem heiligen Michael eine Kerze darbringen und eine zweite seinem Drachen. Ich würde der gerechten Sache bis an den Scheiterhaufen folgen, aber, wenn es sich vermeiden läßt, nicht hinein.

https://assets.deutschlandfunk.de/FILE_a03a50744e5ef2343c6037db426fd249/original.pdf

Nach so viel Geschichte und Input suchen wir uns ein nettes Plätzchen zum Verweilen. Ganz in der Nähe finden wir die traumhaft gelegene Wassermühle von Porchères.

22-10-28 Bergerac

Wem fällt bei diesem Namen nicht sofort Cyrano de Bergerac 1619-1655 ein?
Ein französischer Schriftsteller, der als Vorläufer der Aufklärung des 18. Jahrhunderts gelten kann.
Zwei seiner fantastischen Romane wären der heutigen Kategorie Science – Fiktion zuzuordnen.

Bein hochsommerlichen Temperaturen erkunden wir das charmante Städtchen. Eine besondere Augenweide sind die Altstadt, der Fluss Dordogne mit seinen vielen Brücken und die romantischen Plätze, die zum Weintrinken einladen.

Vielfältige Kunst gibt es auch zu bestaunen.

2022-10-25 Bellac

Heute sind wir weit gefahren – 16km. Aber wie heißt es so schön?
Machmal liegt das Gute so nah.

Es gibt drei kostenlose Stellplätze an einem Flüsschen mit anschließendem Park und da wir heute einmal früh losgekommen sind, hatten wir die freie Auswahl. Der Ort, am Hang gelegen, macht teil einen verlass Eindruck, obwohl er eine freundliche Atmosphäre vermittelt.

Rundgang in Bellac

2022-10-24 Französisches Landleben

Seit gestern sind wir in Blond, ein kleines Dorf mit vielleicht 100 Einwohnern.

Vieles erinnert an Irland, sei es die Abgrenzungen der Felder durch Hecken oder die Art der Kreuze auf dem Friedhof.

Es gibt hier einen Stellplatz für ca. 10 WOMO und ein paar Tiny-Häuser. Die Sanitäranlagen des angrenzenden Sportplatzes können genutzt werden. Alt, aber sehr sauber!😊

Nebenan sind Gewächshäuser eines Gemüsebauern, der biologisch angebautes Gemüse züchtet und vom Hof abverkauft und gegenüber läuft das gute französische Rindfleisch.🐂

Die Gebühr von 2€ / pro Person und Nacht muss im Rathaus entrichtet werden. Zum Glück spricht ein Beamter etwas Englisch.

Aktuell sind wir hier die Einzigen und anscheinend wird es auch so bleiben.


Impressionen beim Dorfrundgang

2022-10-23 Sainte Croix

Gestern haben wir nun mit Blick auf die Vogesen die Grenze zu Frankreich überquert.

Ein Stopp in Belfort, zum Kauf einer französische Sim Karte, sorgt nun dafür, dass wir nicht von den wichtigen Informationen im Größen, sowie im Kleinen abgeschnitten sind.

Die Fahrt zu unserem Schlafplatz führte uns bei sommerlichen Temperaturen durch saftige Landschaften und Wälder.
Eine Wohltat für die Augen.


Unser nächtlicher Stellplatz

So, nun geht es weiter. Frühstücksgeschirr ist abgewaschen und der Fahrer drängelt.

2022-10-21 Badenweiler🌧

Ein Kurort im Schwarzwald, unweit zur französischen Grenze.

Die einzige, kurze Regenpause nutzen wir, um uns den Ort und den sehr schönen Kurgarten anzuschauen. Natürlich entrichten wir auch unsere Kurtaxe 😉 im Kurmittelhaus, das ein bisschen an den Flughafen Tegel erinnert.

Auf dem Rückweg bewegen wir uns von Baum zu Baum, denn schon wieder regnet es Bindfäden.

Ansonsten bleibt man an diesem Tag besser im Auto, denn der Himmel schüttet sich kontinuierlich aus.